Von Kopf bis Fuss: mit wenig Aufwand beweglich bleiben

In unserem hektischen Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, unseren Körper in Bewegung zu halten. Doch Beweglichkeit ist entscheidend für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Keine Sorge, es bedarf keiner komplizierten Fitnessroutine – bereits mit ein paar einfachen Übungen, am besten täglich angewendet, können Sie Ihre Beweglichkeit deutlich verbessern.

1. Die „Marionette“: Ganzkörperdehnung mit wenig Aufwand

Wir beginnen mit einer einfachen Übung, die wir liebevoll „die Marionette“ nennen. Stellen Sie sich entspannt hin, lassen Sie die Schultern locker fallen und spannen Sie den Bauch leicht an. Atmen Sie dabei tief und entspannt bis in den Brustkorb ein und aus. Platzieren Sie ihren Zeigefinger auf dem Kinn und führen Sie den Kopf sanft ca. 1cm horizontal nach hinten. Das Kinn ist dabei leicht gesenkt, um eine sanfte Dehnung im Nacken zu erreichen. Den Kiefer können Sie lockern, indem Sie den Mund ein wenig öffnen. Denken Sie nun an einen Marionettenfaden, der ihren Nacken vom Scheitel des Kopfes aus nach oben in die Länge zieht. Mit dieser Übung dehnen Sie in dieser kleinen Bewegung nicht nur den gesamten Körper und lösen Verspannungen, sondern verbessern gleichzeitig auch ihre Haltung. Wenn Sie ein gutes Gefühl für diese Ganzkörperdehnung entwickelt haben, wenden Sie diese Übung auch gern im Sitzen und Gehen an. Sie werden sehen, wie gut sich das auf Ihre Beweglichkeit im Alltag auswirken kann.

2. Progressive Muskelentspannung für Nacken-Schulter-Arme und Oberkörper

Verschränken Sie ihre Hände hinter dem Kopf und lehnen Sie ihren Kopf leicht in die Handflächen. Drücken Sie kurz gegen ihre Hände und lassen Sie dann wieder los. Spannen Sie gleichzeitig leicht die Bauchmuskeln an und atmen Sie tief ein und aus. Diese Übung kräftigt nicht nur den Nacken, sondern verbindet auch Schultern, Arme und Rumpf. Perfekt für eine schnelle Entspannung zwischendurch.

3. Schultern „Rolle rückwärts“

Stellen Sie sich aufrecht hin, entspannen Sie ihre Arme an den Seiten, rollen Sie ihre Schultern sanft nach hinten. Lassen Sie die Bewegung ausklingen, indem Sie das Gewicht der Schultern zum Abschluss mit einem Gefühl des nach unten Sinkens loslassen. Atmen Sie vor der Wiederholung der Übung 2-3x tief ein und aus und spüren Sie dieser „Sinkbewegung“ nochmal nach. Diese Übung lockert die Schultermuskulatur, fördert eine bessere Durchblutung und hilft auch mental beim Loslassen. Führen Sie diese Übung mehrmals durch, um Verspannungen zu lösen.

4. Locker aus dem Handgelenk

Kreisen Sie ihre Hände sanft mal nach aussen und innen. Auch das Zeichnen einer liegenden 8, entweder mit beiden Händen gleichzeitig oder abwechselnd, sorgt für Entspannung der manchmal sehr beanspruchten Handgelenke.

5. Mit dem Oberkörper den Dreh raus haben

Drehen Sie ihren Oberkörper horizontal nach rechts und links. Stehen Sie entspannt schulterbreit mit leicht gebeugten Knien. Die Hüfte bleibt gerade nach vorne ausgerichtet und bewegt sich nicht mit. Ihr Blick und ihre Arme gehen mit und bringen dadurch etwas Schwung in die Bewegung. Beginnen Sie langsam und bewusst und gehen Sie nur soweit in die Drehung und Dehnung wie es angenehm ist. Finden Sie den Rhythmus, der gut zu Ihnen passt. Diese Übung unterstützt die Flexibilität der Rumpfmuskulatur und öffnet auch den Blick zu allen Seiten für neue Sichtweisen.

6. Hula Hoop für die Hüfte

Stehen Sie aufrecht und kreisen Sie ihre Hüfte sanft in beide Richtungen. Stellen Sie sich vor, Sie bewegten einen Hula-Hoop-Reifen um ihre Taille. Diese einfache Übung fördert die Beweglichkeit ihrer Hüften und bringt Spaß in ihre Bewegungsroutine. Für den besonderen Hüftschwung: Versuchen Sie mal eine liegende 8 mit der Hüfte zu beschreiben, linksherum und rechtsherum.

7. Gut zu Fuss: Massage und bewusstes Barfußlaufen

Gönnen Sie ihren Füßen etwas Aufmerksamkeit! Rollen Sie einen kleinen Igelball oder Tennisball unter ihren Füßen, um Verspannungen zu lösen. Zeichnen Sie kleine Kreise mit ihren Füssen in beide Richtungen abwechselnd. Das entspannt die Fussgelenke. Zudem ist bewusstes Barfußlaufen zu Hause eine großartige Möglichkeit, die Muskulatur in den Füßen zu stärken und die Durchblutung zu fördern. Immer wieder im Alltag angewendet, gehen Sie so gut zu Fuss und gut geerdet durchs Leben.

Fazit: Kleine Übungen, große Wirkung

Beweglichkeit im Alltag zu fördern muss nicht kompliziert sein. Mit diesen einfachen Übungen können Sie ihren Körper leicht in Schwung bringen, Verspannungen lösen und ihre Flexibilität steigern. Denken Sie daran, die Übungen behutsam durchzuführen und auf ihren Körper zu hören. Wenn Sie regelmäßig etwas Zeit für diese Bewegungsübungen einplanen, werden Sie bald die positiven Effekte spüren. Also, auf geht’s – bleiben Sie beweglich und genießen Sie die Vorteile für ihre Gesundheit im Alltag!